Geschichte

Premiums Entwicklung

2026: Wir bauen Premium wieder auf. Details im Blog.

2025:

Unsere Lieferstrukturen erodieren weiter weg, und der Betrieb dümpelt nur noch dahin, aber er hatte seit Herbst des Vorjahres deutlich weniger Kosten, sodass im September Helene als Verstärkung dazugeholt werden kann. Der zweite Rechtsstreit unserer Geschichte gegen ein zweites früheres Orgateam-Mitglied endet mit einem Urteil, das die andere Seite zu vier Jahren Rückzahlung von (aus unserer Sicht) einer durch Betrug erlangten Summe in Raten verpflichtet. Parallel versucht eine Person uns einen angeblich mündlich geschlossenen Handelsvertretungsvertrag für ganz D A CH mit fünfstelligen Provisions- und Ausgleichsansprüchen anzuhängen (als ob wir sowas abschließen würden), scheitert aber vorläufig. Das war dann hoffentlich der letzte Betrugsversuch für die nächsten fünf Jahre.

Zum Jahresende kommt endlich die Schlussabrechnung der Corona-Staatshilfen, und die besagt, dass wir nichts weiter zurückzahlen müssen. Dadurch fällt nach über fünf Jahren ein Haftungrisiko in sechsstelliger Höhe von Uwes Schultern.

2024:

Der erste Rechtsstreit unserer Geschichte gegen ein früheres Orgateam-Mitglied endet mit einem Urteil, das die andere Seite zu zwei Jahren Rückzahlung von (aus unserer Sicht) einer durch zwei Betrugsfälle erlangten Summe in Raten verpflichtet. In den ersten Monaten des Jahres wird im Orgateam die Gründung einer Genossenschaft versucht an die der Betrieb dann übergeben werden soll, obwohl es dagegen mindestens ein Veto gab. Uwe sieht keine andere Option mehr als doch zuzustimmen, aber: wenn der Betrieb übergeben werden muss, dann natürlich inklusive der Staatshilfen-Haftung in sechsstelliger Höhe. Die wollte das Orgateam dann aber nicht. Wir versinken im Streit, an geordnete Arbeit ist nicht zu denken.

Unser Betrieb rutscht weiter bis etwa 80 Tsd. Euro ins Minus, sodass wir unsere Lieferant:innen nicht mehr pünktlich bezahlen können. Das Orgateam beschließt im Juli im Konsens, dass es sich nicht mehr zuerst bezahlt wie zuvor, sondern erst nach den Lieferant:innen. Im August kommen dann böse Mails, wo denn ihr Geld bliebe – da ist aber nichts mehr, weil wie beschlossen die Lieferant:innen zuerst bezahlt wurden. Daraufhin steigen die restlichen vier Mitglieder des Orgateams gleichzeitig mit einer gleichlautenden Mail aus. Premium besteht damit nur noch aus Uwe.

Unsere frühere Abfüllerin Stefanie steigt ein, organisiert Produktion und Buchhaltung, und rettet damit den Betrieb. Der dümpelt allerdings nur noch dahin, schwer angeschlagen finanziell, strukturell, kulturell, technisch, … auf allen Ebenen.

2023:

Eine Doktorarbeit an der Uni Mannheim untersucht die letzten Jahre bei uns sehr ausführlich (mit 71 Quellen und 7615 Board-Posts), und kommt damit zum Titel „Paradise lost“; ein zentrales Ergebnis dieser Untersuchung ist, dass der Moment des Kippens unseres Kollektivs nicht etwa die Pandemie war, sondern: der Eingang der Staatshilfen.

2022:

Das Orgateam gibt sich wegen der offensichtlichen Missbrauchs-Probleme im Konsens drei neue Regeln: 1. Auf Nachfrage müssen Arbeits-Inhalte vorgezeigt werden, 2. Auf Nachfrage müssen die Arbeitsstunden plausibel erklärt werden, und 3. Wer rechtlich heikle Dinge tut, muss sich dabei absprechen. Danach steigen drei Mitglieder des Orgateams aus, weil sie die selbst mitbeschlossenen Regeln nicht einhalten können oder wollen.

Wir müssen über 30 Tsd. Euro an Staatshilfen zurückzahlen. Von der Vereinbarung, dass in diesem Fall die doppelt gezahlten 4. Quartale 2020 und 2021 anteilig zurückgezahlt werden müssen, will plötzlich niemand mehr was wissen.

2021:

Wir holen neue Personen an Bord, um die weggebrochenen Strukturen wieder aufzubauen. Eine Auswahl der Personen oder eine Probezeit machen wir aber nicht, was sich schon bald als Fehler herausstellt. Eine neue Person versucht z.B., den Betrieb von innen heraus zu übernehmen und stellt andere vor die Wahl, ob sie im Team J. (das übernehmen soll) oder Team Uwe sein wollen. Es zeigen sich auch immer klarere Hinweise auf Missbrauch unserer offenen Strukturen. Gesprächte darüber eskalieren regelmäßig. Das Orgateam versinkt im Streit, geordnetes Arbeiten ist so nicht möglich.

Das Orgateam bekommt das vierte Quartal wieder doppelt ausgezahlt, damit die Mitglieder eigene Rücklagen bilden können. Daran hängt natürlich die Vereinbarung, dass diese Doppelzahlung zurückgezahlt werden muss, wenn wir Staatshilfen zurück zahlen müssen.

2020:

Die Pandemie erwischt uns hart mit 95 % Umsatzwegfall, zwei mal, über mehrere Monate. Wir kontern mit einer über Jahre aufgebauten starken Gemeinschaft, die auf freiwilliger Basis umverteilt: Wer gerade Geld hat lässt es freiwillig bei uns liegen ohne Zinsen oder eine Rückzahlungsvereinbarung, wir verteilen es ebenso an alle die gerade Geld oder Vorauslieferungen oder -leistungen brauchen. Die Details sind in einem kostenlos verfügbaren Buch beschrieben.

Zusätzlich erhalten wir Staatshilfen in gut sechsstelliger Höhe, für die Uwe persönlich haften muss – aber dafür sind wir doppelt abgesichert; so dachten wir. Das Orgateam bekommt das vierte Quartal sogar doppelt ausgezahlt, damit die Mitglieder eigene Rücklagen bilden können. Daran hängt natürlich die Vereinbarung, dass diese Doppelzahlung zurückgezahlt werden muss, wenn wir Staatshilfen zurück zahlen müssen. Es zeigen sich erste Risse in der Solidarität; so argumentieren z.B. einige Personen für die aktive Kündigung anderer, damit ihr eigener Job gesichert werde.

2019:

Unser Abfüllbetrieb Mölle tut sich mit einem anderen Betrieb zusammen und zieht spontan um, was uns über Monate schwer beschäftigt hält und auch ordentlich kostet. Die Situation zeigt aber auch einen laxen Umgang mit Ressourcen, so wollte das Orgateam z.B. für über 2000 Euro Telefonkonferenzen vereinbaren um über den Umzug zu sprechen. Durch den Umzug haben wir ein neues Lager mit Anschluss an eine Stückgut-Spedition, was dazu führt, dass nur noch Einweg-Lieferstrukturen gebaut werden weil es einfacher ist. Dadurch fehlt aber immer öfter der Leergut-Rückweg, was sich Jahre später sehr negativ auswirken wird.

2018:

Wir machen unser bisher größtes Offline-Treffen mit ca. 50 Personen in Kassel, und alle Daten unseres Betriebs zeigen nach oben; Umsatz, Absatz, Personenzahlen, Vortragshonorare, alles. Das führt zu intensiven Neid-Debatten und der wiederholten Forderung, dass das Kollektiv auch formal ein solches werden soll. Nachvollziehbar, aber viel einfacher gesagt als umgesetzt. Nicht jede/r, der/die ein Stück vom Kuchen besitzen möchte, hat diesen vorher mitgebacken und/oder kann überhaupt backen, und/oder ist in der Lage, die mit einem Mitbesitz einhergehende Verantwortung zu tragen. Wir werden deshalb nicht einig, wie eine neue Form aussehen kann.

2010:

Premium hat mittlerweile fünf Personen die den Laden regelmäßig am Laufen halten, und damit diese sich besser abstimmen können sowie als Gruppe sichtbar werden, wird sie als Orgateam benannt. Der erste Schritt der neuen Gruppe ist, sich zusätzlich zur Geschäftsführungsrunde zu erklären, was aber an einem Veto scheitert. In der Realität bezieht das Orgateam in den folgenden Jahren allerdings den Rest des Kollektivs immer weniger ein und teilt auch immer weniger Informationen, was zu einem Mini-Kollektiv im großen Kollektiv führt, das langsam weg-erodiert.

Nach 2009: Irgendwie hat in all den Jahren niemand mehr diese Seite gepflegt, alle Einträge danach wurden im Jahr 2026 geschrieben und stellen daher auch einen Rückblick dar.


2009:
Wir überarbeiten und erweitern diese Webseite massiv. Das Premium-Bier spielt seine Gründungskosten wieder ein. Unser Jahrestreffen macht die weitere Entwicklung klar: Premium professionalisieren und mehr kommunizieren. Wir probieren den ersten Profi-Außendienstler aus und scheitern kläglich, verlieren unsere Organisationshilfe und müssen ihre Nachfolge wegen eines dreisten Griffs in die Kasse kündigen. Wir nutzen diese Erfahrungen aber um konsequenter zu werden. Eine weitere Überarbeitung der Webseite bildet erstmals das Premium-Betriebssystem detailliert ab.

2008:
Wir können den Preis zum 1.1.2008 um 96 Cent je Kasten senken und reichen diese Ersparnis bis zu den Gastronom:innen durch, weil unsere Getränkehändler:innen mitspielen. Prompt steigen die Mengen weiter, sodass wir zum 1.6.2008 nochmal um 24 Cent senken und damit die gestiegenen Frachtbelastungen der Händler:innen ausgleichen können. So macht alternatives Wirtschaften Spaß. Basel steigt als erste Schweizer Stadt ein. Ab Juli 2008 gibt es auf Kund:innenwunsch zusätzlich eine Halbliter-Flasche, die zwar nur geringe Mengen dreht, aber sich trägt – und das reicht ja.

Ab Oktober 2008 steigt eine halbtags-Organisationshilfe ein. Das erste Premium-Bier rollt zu den Händler:innen: Wir wollen doch mal zeigen, wie man so was machen müsste inkl. 10 % vom Umsatz in die Alkoholismusvorsorge. Parallel organisieren wir für die Kolleg:innen vom Mojo ihre Mojo-Cola als Lizenzprojekt. Spätestens jetzt wird klar, dass unser eigentliches Produkt nicht ein Getränk ist, auch nicht mehrere, sondern eine ganz besondere Art zu wirtschaften. Das Premium-Betriebssystem nimmt Formen an. Arte versteht aber zum Beispiel überhaupt nicht, worum es geht. Das zeigt uns, dass Kommunikation unsere größte Baustelle ist.

2007:
Wir bauen eine Struktur im Hintergrund auf inkl. Buchhaltung, organisierter Logistik, regelmäßigen Abläufen, effektiverer Vernetzung, einer Steuerberaterin (mit Strafbefehl für Beamtenbeleidigung an der Wand) usw. – parallel oder auch deshalb steigen die Mengen. Ab April 2007 ist erstmals ein Anteil für den zentralen Organisator/Uwe drin (der ja als letzter dran sein sollte, zumindest nach unserer Idee von fairem Wirtschaften). Je mehr Premium-Cola im „normalen“ System arbeitet, desto mehr können wir hinterfragen und anders machen. So führen wir zum Beispiel einen „CO2-Ausgleich“ für Transporte ein und geben die Marke Premium für Open Franchise frei.

2006:
afri-cola gibt teilweise nach und erhöht den Koffeingehalt wieder auf 250 mg/liter, verschweigt aber, dass das Rezept nicht das alte ist. Wir nehmen Premium-Cola ernster, weil ein völlig neuer Wirtschaftsansatz dahinter steckt. Nach den ersten Medienberichten, fragen wir zum ersten Mal aktiv ein gewünschtes Magazin an und es klappt: Prompt berichtet die brand eins. Die Rechtsabteilung von Coca-Cola schreibt erstaunlich freundlich und will ein Bild geändert haben, was wir auch machen. Ende des Jahres bekommen zum ersten Mal die „Regler:innen“ einen Anteil, also Leute im Hintergrund die Sachen, nunja, regeln.

Wir betrachten Premium-Cola zum ersten Mal als Unternehmen und wollen es aufbauen – immer noch ohne Eile, aber eben ernsthaft. Und immer noch aus der Perspektive der Kund:innen. Deshalb machen wir ein Blog auf und verpflichten uns darin zum Beispiel Produktionsfehler aktiv zu veröffentlichen. Weil Unternehmen das gefälligst tun sollten.

2005:
Premium-Cola dümpelt so vor sich hin. Dann bekommen wir zwei Seiten im Jahrbuch des Deutschen Preises für Wirtschaftskommunikation. Außerdem berichten Die Zeit, Polylux (die dort genannten 100% Korrektheit würden wir heute zwar noch als Ziel angeben, aber nicht mehr garantieren können) und WDR Markt. In einer Nacht kommen 500 Mails. Die ganze Geschichte kriegt Schwung und zum Ende des Jahres können wir zum ersten Mal den Sprecher:innen = „Außendienstlerinnen“ einen Anteil geben. Österreich bzw. Wien steigt ein und parallel wird der Anti-Mengenrabatt für kleine Händler:innen eingeführt, als Ausgleich für höhere Frachtkosten – völlig logisch, macht nur sonst keiner.

FRÜHJAHR BIS HERBST 2004:
Ein Hamburger vernetzt uns mit einem Kölner. Der fragt ebenfalls, ob er Premium-Cola in seiner Stadt aufbauen könnte. Dann fragen auch Leipzig und Berlin an. Völlig überladene private alt-Autos fahren grauenhafte CO2-Bilanzen zusammen. Dann steigt die erste Getränkehändlerin ein. Wir müssen also, wenn auch weiterhin alle Entscheidungen gemeinsam getroffen werden sollen, auf digitale Kommunikation umsteigen.

Plötzlich fängt die alte afri cola bluna GmbH an zu nerven = droht mit rechtlichen Schritten über die Mineralbrunnen AG (dem neuen Besitzer der Marke) wegen des Rezepts, das sie gar nicht erst mitgekauft hatten… und schickt sogar eine Abmahnung, die wir abwehren. Um weiteren Ärger zu vermeiden, tauschen wir Apfelsäure gegen Phosphorsäure und schreiben das auch öffentlich in die Wikipedia. Die Änderung schmeckt man nicht, bringt uns aber aus der Schusslinie und zeigt, wie man mit sowas umgehen kann: transparent.

HERBST BIS ENDE 2004:
Trotz vielseitiger Kontakte läuft der Aufbau nur schleppend. Wohl weil wir Premium ebenso wenig ernst nehmen wie viele Leute, die sich melden und mitmachen wollen. Hat ja auch keine Eile… 10.000 Euro werden insgesamt in den ersten drei Jahren reingesteckt. Einmal muss sogar ein Heimdrucker verkauft werden, um den professionellen Druck der Etiketten in einer Druckerei finanzieren zu können. Ab Ende 2004 trägt Premium sich selbst.

„Wir identifizieren Gewinnsucht als Wurzel allen Übels“

ETWA JULI 2002 BIS DEZEMBER 2003:
Ohne Ahnung, Geld und Plan wollen wir trotzdem alles besser machen und fragen daher die Leute, die Ahnung haben: alle Beteiligten. Hersteller:innen, Händler:innen, Gastronom:innen, Endkund:innen. Jeden Sonntagabend ist „Stammtisch“ im Golden Pudel Klub (der für uns sogar einen Raum schwarz streicht), um alle Entscheidungen dort zu treffen, wo die Premium-Cola konsumiert wird. Unsere etwas hölzernen „ideellen Zutaten“ werden dort definiert: Geschichte, Kraft, Geschmack, Aufrichtigkeit, Konsequenz, Leben.

Wir identifizieren Gewinnsucht als Wurzel allen Übels, suchen auch deshalb alle Läden einzeln auf. Wir haben 10 in Hamburg, nehmen das Ganze aber so ernst, als wären es 1000. Der Tagesspiegel und Brand Eins Wissen berichten, aber kaum jemand kriegt was mit. Ein ehemaliger Interessengruppe-Premium-Mitstreiter ruft an, ob er Premium-Cola in Magdeburg aufbauen könnte? Klar, fährt man eben mal hin, erzählt von Vorstellungen und lässt ihn ansonsten machen. Er macht.

NOVEMBER 2001 BIS ETWA JUNI 2002:
Durch Zufall bekommen wir Kontakt zu einem ehemaligen afri-Abfüller, der uns (am 23. November 2001, das wäre damit unser Gründungsdatum) 1000 Flaschen macht. Als die von der Interessengruppe aufgetrunken sind und das geliehene Geld zurückgezahlt ist, müssen die nächsten 1000 Flaschen her. Und dann 2000. Ein Mitstreiter reicht einem Imbiss Probeflaschen über den Tresen. Der sagt zu die Cola zu verkaufen und ruckzuck haben wir noch zwei Kund:innen. Moment, jetzt sollen wir regelmäßig ein Getränk herstellen und liefern? Wie soll das gehen?

Der Ursprung des Namens „Premium“

Premium-Cola wurde von einer Bande beleidigter Kund:innen gegründet, die gegen die Heimlichkeit von Rezeptänderungen bei der damaligen afri-cola protestiert haben. Im Zuge der Änderungen wurde auch der Namenszusatz „Premium“ entfernt, sodass die Protestler:innen als „Interessengruppe Premium“ auftraten. Schon damals war „Premium” im Sinne von „hochwertig“ gemeint; was eben auch eine offene Kommunikation mit den Endkund:innen einschließt.
Es war dann nur folgerichtig, dass das eigene Produkt „Premium-Cola“ hieß und dass der Ansatz weiter entwickelt wurde. Schon die minimalistische Gestaltung wies den Weg: Premium steht auch für den ironischen Bezug auf normale sogenannte Premium-Marken, die oft nur durch schicke Verpackungen diesen Anschein wecken wollen.
Premium steht bei uns eher für die Abkehr von der Markenlogo-Welt, für Inhalt und Substanz vor Image. Und für laufend verbesserte Arbeitsweisen – auch bei dem später hinzugekommenen Premium-Bier. Premium ist also keine Auszeichnung und kein Zustand, sondern ein stetiger Prozess hin zu immer weiter verbesserten Produkten und einer immer weiter entwickelten Arbeitsweise dahinter.

OKTOBER 1999:
Ein Neu-Hamburger Azubi zum Werbekaufmann (Name: Uwe) liegt in der Badewanne und trinkt eine afri-cola, seine langjährige alternative Begleiterin durch lange Tage und harte Nächte. Nur irgendwie ist der Geschmack komisch, anders, und auch die geliebte Koffein-Wirkung will sich nicht recht einstellen. Was ist denn da los?

DEZEMBER 1999:
Einige afri-Fans besuchen die (ehemalige afri-)Zentrale in Köln und erfahren: Die Marke ist verkauft und der Inhalt wurde verändert. Heimlich. Was für eine Frechheit.

DEZEMBER 1999 BIS NOVEMBER 2001:
Die afri-Fans gründen die Interessengruppe Premium und fordern vom neuen Besitzer der Marke, dass der zur alten Rezeptur zurückkehrt. Die Gruppe erfreut sich ordentlicher Medien-Resonanz, wächst auf 780 Mitglieder inkl. Charles Wilp und wird durch einen „Krisenmanager“ des Unternehmens betreut. Man redet und redet, aber der Inhalt bleibt schwach, auch im Getränk.