Hier haben wir ein paar der häufigsten Fragen gesammelt, die uns bei der ersten Anlaufstelle so erreichen…
WO KANN ICH PREMIUM-GETRÄNKE KAUFEN?
Premium gibt es aktuell in Deutschland, Österreich und der Schweiz. Diese Beschränkung haben wir uns aufgrund ökologischer Aspekte gegeben (eine Ökobilanzierung empfahl nicht mehr Strecke als 800 km ab Abfüllort) sowie aufgrund sprachlicher Einschränkungen (zurzeit treffen wir alle Kollektivs-Entscheidungen gemeinsam online in einem Forum auf Deutsch).
Wo genau es Premium gibt, kannst du über unsere LANDKARTE einsehen. Aber ruf, bevor du einen weiten Weg fährst, lieber vorher einmal an, ob sie wirklich Premium da haben. Außerdem hakt es ab und an mit der technischen Schnittstelle zur Karte – darum frage im Zweifelsfall lieber unter Kontakt nach, wo es bei dir in der Nähe Premium gibt.
Wenn es Premium dort nicht gibt, wo du es gerne hättest, dann schau mal hier.
Kann ich Getränke geschenkt bekommen / geht Sponsoring?
Eine solche Anfrage an Premium müssen wir leider prinzipiell absagen, denn wir machen ganz bewusst kein Sponsoring, keine Freiware oder Ähnliches. Wie du dir sicher vorstellen kannst, bekommen wir regelmäßig solche Anfragen zugeschickt. Und wir verstehen, dass ihr bei der Organisation eures Events auf Unterstützung angewiesen seid. Und wir freuen uns natürlich auch, dass du unsere Getränke toll findest. Dennoch sind wir leider nicht der richtige Partner, wenn es um Getränke-Sponsoring geht.
In Kurzform kannst du diese Erklärung auch in unserem Modul „Werbeverzicht“ unseres „Betriebssystems“ finden, was in etwa dies sagt: Wir sehen Sponsoring als versteckte Finanzierungsform von Werbung ohne Mitbestimmung der Leute, die sie bezahlen, also der Kund:innen. Dabei gewinnt oft der, der mit dem meisten Geld wirft und es kommt zur Marktverzerrung. Und meist kommt dabei Werbung raus, die sich den Konsument:innen auch noch aufdrängt… also ist unsere Antwort bei Sponsoring eigentlich immer: Nein.
Etwas länger ausgeführt ist das so: In unserer Kalkulation ist kein Sponsoring vorgesehen. Sponsoring zu finanzieren würde nämlich bedeuten mehr Geld von unseren Kund:innen zu nehmen als eigentlich nötig, um es dann anderen zu schenken. Das gewährleistet keine Transparenz. Denn für die Kund:innen ist nicht nachvollziehbar, wohin das Geld geflossen ist bzw. würden sie das immer erst im Nachhinein erfahren. Mitsprachrecht hier zu etablieren wäre sehr schwierig, ist aber ja eigentlich eines unser großen Anliegen. Unsere flaschenweise Kalkulation besteht von daher ausschließlich aus Zutaten, Löhnen, Kosten, Besonderheiten wie CO2-„Ausgleich“ oder Alkoholismusvorsorge und einem Rücklagen-Teil. Ein Gewinn-Anteil existiert nicht. Die Anteile je Flasche werden entweder direkt an einzelne Beteiligte gezahlt oder in eine „Kostenstelle“ zum Beispiel für Strukturkosten wie Server usw. gebucht. Hier sind unsere Flaschenkalkulationen (LINK), damit ihr seht, dass wir alles ohne Gewinn bis auf die einzelne Flasche herunter gerechnet haben.
Weiter: Premium führt zudem auch keine Werbeartikel. Werbung belästigt Leute, verleitet sie Dinge zu kaufen, die sie eigentlich gar nicht wollen. Deswegen haben wir uns bewusst dafür entschieden, auf diese Form der „Push-Kommunikation“ zu verzichten. Wir wollen nicht, dass sich jemand durch uns dazu genötigt fühlt unser Produkt zu kaufen.
So sind wir auch generell gegen den Ansatz des Sponsorings, dass sich Leute damit auf Verträge einlassen, die sie an einzelne Produkte und Vertragspartner:innen binden. Denn so können sie nicht mehr frei entscheiden, was sie tun und lassen wollen. Abgesehen davon können sich auch meist nur die „Großen“ Sponsoring überhaupt leisten und erkaufen sich damit eine Präsenz und Kund:innen-Konzentration, die wir in der Wirtschaft und in unserer Gesellschaft als nicht gut befinden. Wir sind stattdessen für eine große Vielfalt, für mehr freie (Kund:innen-)Entscheidungen und für eine Sichtbarkeit die auf Engagement beruht und nicht auf Geld(-Geschenken).
Aus diesen Gründen müssen wir von unserer Seite Sponsoring-Anfragen leider ablehnen. Wir hoffen, das ergibt Sinn und ihr seid nicht böse, sondern dass die Gründe einleuchten. 🙂
Aber die folgenden Alternativ-Vorschläge machen wir immer gerne:
– Wenn ihr von unserer Philosophie überzeugt seid und es wirklich Premium ist, das ihr anbieten wollt und nicht einfach nur irgendwas, weil es „geschenkt“ ist, dann schreibt uns und wir schicken euch gerne unsere Preislisten zu. Im Anschluss können wir gerne schauen, wie für euch die günstigste Lösung aussehen könnte… Kommissionsverkauf, Zwischenhändler:innenpreis, einen Selbst-Abhol-Rabatt der Händler:innen – es gibt mehrere Möglichkeiten.
– Was wir außerdem noch anbieten können ist euch (umsonst und bedingungslos) für eure Veranstaltung beratend in allen Getränkefragen und Logistik zu unterstützen – da haben wir ein paar echte Profis aus der Branche.
– Wir respektieren es, wenn man zu der Sponsoring-Frage eine andere Meinung hat und bieten daher an Kontakte aus unserem Netzwerk zu vermitteln, für welche ein gut eingesetztes und fair besprochenes Sponsoring vielleicht doch in Frage kommen würde.
– Außerdem können wir anbieten, dass ein:e Kollektivist:in einen inhaltlichen Programmpunkt zur Veranstaltung beiträgt. Mittlerweile haben wir schon unzählige Vorträge/Workshops/Diskussionsrunden/etc. bei den verschiedensten Veranstaltungen (Messen, Kongresse, Unis, Festivals, Unternehmensberatung, Co-Working-Spaces, usw.) gehalten und das „Betriebssystem“ hinter Premium als alternatives Wirtschaftssystem vorgestellt.
…wofür ihr euch auch entscheidet: Wir wünschen ein erfolgreiches Event und hoffentlich eine gute Lösung für die Getränke-Frage. 🙂
Ich möchte Premium zu einer Veranstaltung einladen
Danke 🙂
Schau mal hier, falls dich interessiert, was wir so machen. Aber auch für Dinge, die wir noch nicht gemacht haben, sind wir immer offen.
Schreibt uns bitte, wann und wo ihr am liebsten einen Programmpunkt von Premium hättet. Wir schauen dann, ob/wer aus dem Kollektiv in diesem Zeitraum Lust und Zeit hätte das zu übernehmen.
Bei den Veranstaltungs-Bedingungen halten wir das bei Premium so, dass wir diesen den Anfragenden überlassen – also nur nach dem fragen, was den Veranstalter:innen nach möglich ist und diesen fair erscheint. Diese Konditionen (was auch immer diese sind) akzeptieren wir dann – wenn sie für uns aktuell leistbar sind. Wir haben nämlich eine solidarische Kostengestaltung solcher Veranstaltungen, in der bezahlte Aufträge die nicht bezahlten mitfinanzieren (von KPMG bis Bauwagenplatz). Aber natürlich müssen wir auch weiterhin schauen, dass es sich die Waage hält, damit im Endeffekt nicht doch der Endkunde diese Kosten tragen müsste.
Darüber hinaus wäre es natürlich toll wenn Fahrtkosten (und falls wirklich benötigt auch Übernachtungskosten) erstattet werden können. Außerdem gibt es mittlerweile aufgrund einschlägiger Erfahrungen die Einigung, dass Premium nur noch zu Veranstaltungen fährt, bei denen die (Abrechnungs-)Bürokratie entweder im Rahmen bleibt, oder noch besser, bei denen alle Papiere direkt vor Ort erledigt werden können.
Kann ich Tipps zu meiner Gründungsidee bekommen?
Bestimmt! Schau mal hier. 🙂
Kann ich meine Wissenschaftliche Arbeit über euch schreiben?
Klar! Wir machen gerne bei deiner wissenschaftlichen Arbeit mit, da die Ergebnisse oft auch für Premium selber interessant sind, und wir unsere alternative Arbeits- und Wirtschaftsweise weiter verbreiten wollen. Unser einziger Gegenleistungs-Wunsch wäre, die fertige Arbeit anschließend:
a) lesen zu dürfen,
b) zum download hier online stellen zu können (mit der Angabe von Name, Uni, und Veröffentlichungsjahr),
c) und dich mit ein bisschen Hintergrund-Info zu deiner Arbeit auf einer Excel-Liste führen zu dürfen, welche in unserem internen online-Forum zu finden ist, und welche wir teilweise auch an andere Anfragende versenden, die eine Arbeit mit Premium planen (also auch gern an dich falls du Interesse hast!).
Wäre das so okay für dich? (denn falls nicht bitte Bescheid sagen und wir finden sicher trotzdem eine Lösung)
Alle Infos/Daten die du für die Arbeit über uns brauchst, werden wir versuchen so gut wie möglich bereit zu stellen. Falls ein Interview mit Kollektivistinnen gewünscht ist, kann dies vielleicht persönlich mit einer Premium-Veranstaltung kombiniert werden, oder als Telefon-Gespräch kann vereinbart werden. Ein persönliches Treffen des Kollektives findet meist 1-2 mal pro Jahr an wechselnden Orten statt, was auch eine Gelegenheit für persönliche Treffen bieten könnte.
Fragebögen oder ähnliches können wir in unserem online-Forum posten, so dass dort Kollektivistinnen virtuell dran teilnehmen können.
Falls du dir das Vorgehen so gut vorstellen kannst wäre es toll, wenn du uns folgende Infos zu deiner Arbeit zuschicken könntest:
– vorläufiger Titel
– eine kurze Zusammenfassung/Abstract des Vorhabens
– um was für eine Arbeit es sich handelt (Forschungsprojekt, Masterthesis, Diplomarbeit, …)
– in welchem Studiengang und an welcher Uni/Einrichtung du die Arbeit machst
– und für wann das Abschlussdatum angepeilt ist.
Wir würden uns freuen deine Arbeit unterstützen zu können! Also schau auch mal hier was für wissenschaftliche Arbeiten es schon gab – und schreib uns gerne an die erste Anlaufstelle. 🙂
Ich möchte gerne weiteren Kontakt zu Premium – und evtl. Kollektivist:in werden!
Schau mal hier und schreib uns auch gerne persönlich – wir beißen nicht. 🙂
Um Premium-Kollektivistin zu werden (also einen Zugang zu unserem online-Forum, dem sog. „Board“, zu bekommen und dort mit entscheiden zu können), musst du folgende Kriterien erfüllen:
1) irgendwie von Premium betroffen sein, als Lieferantin, Händlerin, Endkundin (also mindestens mal eine Flasche getrunken haben),
2) eine vorhandene Kollektivistin persönlich getroffen haben oder kennen (könntest du z.B. durch eine Premium-Veranstaltung erfüllen die du besuchst, oder eine Kollektivistin in deiner Stadt treffen),
3) den bürgerlichen Namen, eine Mailadresse und deinen Wohnort angeben (wir teilen hier alles, wollen also wissen mit wem),
4) die Funktion bei Premium / was man neben Premium so macht / und einen Satz zur Motivation hinsichtlich der Teilnahme im Premium-Kollektiv ergänzen (und wenn ihr mögt dann später bitte ein Foto im Board hochladen für die persönlichere Zusammenarbeit).
Das wars!
Wenn du daran Interesse hast und uns zu den genannten Punkten an die erste Anlaufstelle eine Rückmeldung gibst, dann richten wir dir gerne einen Zugang ein, bzw. helfe dir Zugangsbedingungen zu erfüllen, die du noch nicht erfüllst.
Kann ich bei euch arbeiten?
Jain. Theoretisch natürlich schon, aber praktisch scheitern die meisten an unseren etwas ungewöhnlichen Strukturen (es gibt keine Jobausschreibungen oder klassischen Bewerbungsgespräche und deinen Lebenslauf brauchen wir auch nicht). Bisher wollen wir das aber aus guten Gründen auch nicht ändern. Dennoch haben wir alle Möglichkeiten im Kollektiv aktiv zu werden hier zusammengefasst.
Die besten Tipps um bei Premium zu arbeiten sind: Geduld haben, hartnäckig sein / dran bleiben, über alle hier möglichen Optionen den persönlichen Kontakt suchen, als Sprecherin starten, im Board die Augen und Ohren nach (weiteren?) Jobmöglichkeiten offen halten und sich bei Interesse zu Wort melden. Die meisten von uns sind eben genau so langsam ins Kollektiv reingewachsen und haben mit der Zeit mehr und mehr Verantwortung übernommen.
Wie Gendert ihr?
Sprache hat einen Einfluss auf unser Erleben und Verhalten. So haben wissenschaftliche Studien beispielsweise gezeigt, dass, je nachdem ob man nur die männliche oder weibliche Berufsbezeichnung wählt, Kinder Berufe anders bewerten. Vor allem Mädchen trauen sich dann viel eher zu einen „typischen Männerberuf“ zu erlernen. Aber auch Jungen trauen sich Berufe eher zu, wenn sowohl die männliche als auch weibliche Form verwendet wird (bspw. Geburtshelfer und Geburtshelferinnen) <1>. „Sprache kann Menschen und Gruppen von Menschen sichtbar oder unsichtbar machen. Die explizite Erwähnung von männlichen und weiblichen Personen ermöglicht es uns, im Gedächtnis Informationen zu aktivieren, die auf die jeweilige Personengruppe bezogen sind. Wenn wir von Ärzten und Ärztinnen sprechen, sehen wir mental also tatsächlich Männer und Frauen in weißen Kitteln“, erklärt die Psychologie-Professorin Bettina Hannover <1>. Dass geschlechtergerechte Sprache einen positiven Einfluss auf die mentale Sichtbarkeit von Frauen hat, ist auch das Ergebnis einer Übersichtsarbeit, die 38 wissenschaftliche Studien zum Forschungsstand für die deutsche Sprache analysiert hat <2>. Zugleich konnten bislang keine signifikanten negativen Auswirkungen auf die Verständlichkeit oder Lesbarkeit der Texte nachgewiesen werden <2>.
Vor dem Hintergrund dieser wissenschaftlichen Faktenlage und aus unserem persönlichen Anliegen heraus alle Menschen gleichermaßen inkludieren zu wollen, haben wir uns entschieden, bewusst gendergerechte Sprache zu setzen. Falls möglich, wählen wir daher Formulierungen oder Umschreibungen, die genderneutral sind (Beispiel: alle, die Cola trinken). Ist dies nicht möglich, so gendern wir mit dem Doppelpunkt (Beispiel: Konsument:innen). Wir haben uns für diese Form des Genderns entschieden, um Personen über die binäre Geschlechterordnung hinaus mit einzuschließen.
Wir haben keine wissenschaftliche Quelle gefunden, die uns bei der Entscheidung zwischen Gendern mit dem Gender-Sternchen oder mit dem Doppelpunkt geholfen hat. Wir haben uns für den Doppelpunkt entschieden, da diese Variante nach Berichten aus unserem persönlichen Umfeld im Vergleich zu Unterstrichen oder Sternchen am einfachsten für Menschen mit Sehbehinderungen ist (bspw. bei der Nutzung von Screen-Readern). Falls du eine wissenschaftliche Studie kennst, die uns in der Sache weiterhelfen könnte, dann schick uns die gerne.
Warum heißt ihr „Premium“?
Also wieso heißt „Premium“ denn „Premium“?
Die Erklärung findest du hier ganz unten auf der Seite zu unserer Geschichte. Und keine Sorge: das ist schon etwas selbstironisch. 😉